Begleithundeprüfung am 13.Oktober 2019 – bringt uns die 13 Glück?

Anfang März erschienen zum ersten Training mehr als 12 Teams und wurden von Michaela, Silke und mir gesichtet. So viele hatten wir noch nie, und Silke muss zudem ihren eigenen Hund auch mittrainieren! Zudem sind ja einige aus der Trainingsgruppe 2018 weiterhin dabei. Ein paar Teams übernahmen Olaf und Marika in die individuelle Betreuung, weil die Grundlagen noch nicht stimmten. Es folgte eine intensive Phase der Gruppenarbeit, um die Hunde aneinander zu gewöhnen – alles auch prima Ablenkungsübungen. Im Lauf der Zeit schieden drei Teams aus gesundheitlichen, oder privaten Gründen aus oder weil Gehorsamsarbeit einfach keinen Spaß machte. Die Lücken wurden schnell wieder mit Nachrückenden gefüllt. Die Gruppenarbeit ging also neben dem Einzeltraining immer weiter…

Nachdem auch dieser Trainings-Sommer wieder eine Heißzeit war, gab es zum Glück doch kurz vor der Prüfung ein paar Regentage, an denen ich die Teams per Smartphone erinnern konnte: perfektes Wetter, um die Ablage zu üben! Alle machten gute Fortschritte und am 13.Oktober ist es dann soweit, 14 Team stellen sich zur Prüfung bei der Richterin Elke Kraul. Um den Hunden nassen, kalten Boden zu ersparen, starten wir erst um 11 Uhr, zunächst entspannt mit 3 Sachkundeprüfungen. Der Tag schien mit 20 °C –Prognose und Sonnenschein perfekt. Aber was kommt dann: es schüttet bei der Chipkontrolle! Also alle rein in den Wintergarten, sagt die Richterin. Lautes Chaos auf engstem Raum, noch mal nach der Kontrolle ne Runde drehen, dicht an kläffenden Hunden vorbei – so kann Sozialverhalten auch getestet werden!

Ein Blick auf die Wetter-Apps und die Entscheidung fällt: die ersten starten im Regen. Hund 1, ein Berner Sennenhund, beschließt dann auch gleich: nee, auf nassen Rasen lege ich mich nicht. Nach einer Weile ist es dann aber doch bequemer im Platz zu liegen als zu sitzen. Hundeführer 2 ignoriert das
Vermummungsverbot und ist unter der Kapuze kaum zu erkennen. Naja, seine Berger-Hündin wird ihn wohl so aus dem letzten Winter kennen. Anweisung von der Richterin, die Gruppe soll sich im Kreis bewegen! Sie gehen so schnell, dass die Hundeführer Schwierigkeiten haben, die 8 zu laufen und weil die Person, neben der sie halt machen wollen, immer schon wieder weg ist. Es sieht lustig aus ist aber bestimmt stressig! Deshalb bitte ich die Gruppe, bei den nächsten Teams langsamer zu gehen.

Hund 1, der auf der Kippe steht, weil auch Sitz und Platz nicht einwandfrei waren, legt nach dem Ranruf noch ne Pinkelpause ein, wird aber von der großzügigen Richterin doch zum Stadtgang zugelassen. Hund 3, ein noch sehr junger Retrievermix, zeigt trotz nassem Rasen die perfekte Ablage und trotz super aufgeregter Hundeführerin einen souveränen Lauf. Hündin 4, eine Bullterrierin, entzückt die Richterin mit ihrem freudig wedelnd absolvierten Laufschema. Die beiden könnten sogar Spaß gehabt haben! Kommentar der Richterin: ihr müsst unbedingt weiter Hundesport machen, das ist Werbung für die tolle Rasse.

Das dritte Paar startet: der Hovawart geht in die fehlerfreie Ablage, der fröhliche Terriermix läuft auch gut und beschließt nach dem Abrufen, dass nun seine Chance gekommen ist, über den Berner zu markieren. Die Richterin ist gelassen und freut sich dann über die fast perfekte Vorführung vom Hovawart. Das vierte Paar erscheint: der Aussie von Trainerin Silke geht in die Ablage, die in 14 Tagen mit vielen Leckerchen perfektioniert wurde. Der kleine Mix-Hund haut in der Freifolge erst einmal ab und dreht eine Platzrunde – zu viel Stress, sagt die Richterin. Silke und ihr Hund zeigen einen sehr schönen Lauf, aber der Mix macht mit seinem fast kahlen Bauch partout keine Ablage. Zusammen mit der Platzrunde kostet das zu viele Punkte und es reicht für das Team leider nicht…

Inzwischen scheint die Sonne und die Regenjacken sind viel zu warm! Das 1. Paar ein Mops und ein weiterer Aussie zeigen, was sie gelernt haben und vor allem der Mops begeistert die Richterin mit einer super Vorführung. Schon kommt das 6. Paar: ein Münsterländer, der erst kurz vor der Prüfung zu uns kam, und ein Tibet-Terrier, der von den Junghundetrainern schon sehr viel gelernt hatte. Das er zunächst rechts bei Fuß ging, weil er das besser fand, hatten wir nach wenigen Wochen ausgemerzt…Beide Teams machen ihre Sache sehr gut. Beim Münsterländer kann man sagen, mit minimalem Einsatz das Maximum erreicht! Ein Dankeschön an die Trainerin in Wilhelmshaven! Nun folgt noch die letzte Paarung: der Elo liegt ab und die Hundeführerin des Borders gibt ordentlich Hackengas. Da kommt selbst der schnelle Border manchmal nicht rechtzeitig um den Winkel…

Der Elo ist eine Mischung aus Trotzkopf und Sensibelchen und hat nach der Freifolge eigentlich keine Lust mehr. Er bleibt einfach mal stehen. Soll Frauchen den Rest doch allein machen! Mit vielen hilfreichen Tipps der Richterin bringen die zwei dann den Rest des Laufschemas auch noch mit Erfolg hinter sich.

Eigentlich ist jetzt Essenszeit, aber keiner hat Hunger! Schnell fahren wir mit den Autos dorthin, wo sonntags in Lindhorst am meisten los ist –zu Edeka! Auch da hat Richterin Elke wieder viele hübsche Ideen, die von uns noch nie geübt wurden. Die Helfer dürfen sich mal so richtig prollig benehmen und kommen laut grölend um eine Ecke und stehen plötzlich vor dem jeweiligen Mensch-Hund- Team. Einige Hunde müssen vom Hundeführer in der leicht bedrängenden Gruppe allein zurück gelassen werden. Aber die Hunde sind toll und erledigen auch diese Herausforderungen mit mehr oder weniger großer Gelassenheit.

Am Ende hat der 13te dreizehn Teams Glück gebracht und sie strahlen über die bestandene Prüfung! Die Richterin lobt das hohe Niveau der Prüfung, da wissen wir Trainerinnen, dass sich der Einsatz mal wieder gelohnt hat.
Unser Dank gilt neben der Richterin wie immer den JunghundetrainerInnen, den BasistrainerInnen, die uns im Taining in der Urlaubszeit unterstützt haben und vor allem den HelferInnen! Nach einem letzten gemeinsamen Training gehen wir alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge auseinander, wie eine Hundeführerin schön formuliert hat. Es hat offenbar allen Spaß gemacht und es war eine tolle Gruppe!

Wir hoffen, dass alle Prüflinge ihr Plätzchen in einer der Sparten finden und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit ihren Hunden auf dem Platz haben! Und für uns heißt es nun: ab in die Winterpause! Die ersten Anmeldungen für 2020 liegen schon vor…

Dagmar Hillger